Blaulichtumzug am Samstag begeisterte rund 1000 Zuschauer – Befreundete Wehren waren bis zu 110 Kilometer angereist – von Georg Wipfler
Rauenberg. Zum Abschluss ihres großen Jubiläumsjahres hatten sich die Verantwortlichen der Rauenberger Floriansjünger etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Ein Blaulichtumzug sollte den gebührenden Abschluss der Feierlichkeiten zu ihrem 100-jährigen Bestehen bilden. Die Sache nahmen Gregor Wipfler, Tobias Filsinger und Sebastian Beisel in die Hand. Was sich dann am frühen Samstagabend in Rauenberg bot, konnte sich sehen lassen.
Über die Frankenäcker und Von-Dalheim-Straße, Malschenberger Straße und Wieslocher Straße schlängelte sich auf einer rund einen Kilometer langen Zugstrecke am frühen Samstagabend eine Kolonne mit rund 45 Feuerwehrfahrzeugen der unterschiedlichsten Art zum Schulhof. Schon die schiere Anzahl verrät, dass nicht nur die Gefährte und Mitglieder der Weinstadt am Start waren, sondern Floriansjünger aus der ganzen Region angereist waren.
Dabei waren unter anderem die Nachbarfeuerwehren aus Malsch oder Wiesloch, aber auch die Werksfeuerwehr der Heidelberger Druckmaschinen oder das Technische Hilfswerk (THW), das schweres Bergungsgerät mit dabeihatte. Eine rund 110 Kilometer lange Anreise hatte ein Team aus Rauenberg auf sich genommen, es war aus dem gleichnamigen Stadtteil der Stadt Freudenberg im Main-Tauber-Kreis gefahren gekommen. Sie alle gaben mit ihren blauen Blinklichtern und ihren Sirenen ein imposantes Bild ab.
Manche der Wehrleute erklärten den vielen Zuschauern am Wegesrand immer wieder über Lautsprecher ihr Fahrzeug, sodass alle gut informiert waren. Fehlen bei dem Umzug durfte natürlich nicht das Rauenberger Oldtimerfahrzeug „Emma“, aber auch die neueste Technik gab es zu sehen.
Nach den Worten von Gregor Wipfler mögen es über 1000 Besucher gewesen sein, die entlang der Zugstrecke die Fahrzeuge verfolgten. Die Kleinsten unter den Zuschauern kamen dabei aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das Rettungsboot der Feuerwehr aus Brühl wurde dabei ebenso bewundert wie die modernen Großlöschfahrzeuge. Auch private Inhaber von Feuerwehrfahrzeugen waren dabei und präsentierten ihre Schmuckstücke.
„Es war eine schöne Mischung aus Oldtimern und hochmodernen Fahrzeugen“, sagte der stellvertretende Abteilungskommandant der Rauenberger Wehr, Gregor Wipfler. „Ganz besonders gefreut hat es uns, dass die Feuerwehrkameraden aus Rauenberg bei Freudenberg ebenfalls mit einem Fahrzeug vertreten waren.“ Sein Dank galt allen Teilnehmern, aber auch dem Bauhof und der Stadtverwaltung, welche die Wehr bei der Absperrung der Wegstrecke und in vielen anderen Dingen unterstützt hätten.
Nachdem sich alle Fahrzeuge auf dem Schulhof versammelt hatten, ging es zusammen ins Winzermuseum, wo die Feuerwehr für die Besucher und Teilnehmer heißen Glühwein und andere Getränke sowie Essen anbot. Über das Gesehene und Erlebte konnte dort noch eine Weile diskutiert werden. Der Blaulichtumzug zeigte einmal mehr, wie fest die Feuerwehr in Rauenberg verwurzelt ist und welch großen Respekt die Floriansjünger in Rauenberg genießen. Denn die Rauenberger wissen, dass auf die Leute der Freiwilligen Feuerwehr stets Verlass ist.
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Freiwillige Feuerwehr Rauenberg
