Helfer vor Ort

Im Dezember 2019 gründete die Feuerwehr Rauenberg, zusammen mit dem DRK-Ortsverein eine Helfer-vor-Ort-Gruppe. Die speziell ausgebildeten Sanitäter überbrücken bei medizinischen Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes oder des Notarztes. Das HvO-System schließt auch die Stadtteile Rotenberg und Malschenberg mit ein. Denn, sofern ein Rettungswagen aus dem benachbarten Landkreis Karlsruhe kommen muss, vergehen oft mehr als 10 oder gar 15 Minuten. Bei lebensgefährlichen Situationen ist diese Zeit mitunter zu lang (z.B. für Reanimation und Sauerstoffversorgung) und je schneller qualifizierte Erste-Hilfe geleistet wird, desto größer ist die Aussicht auf Heilung und Genesung.

Unsere Helfer sind Personen, die eine sanitäts- oder rettungsdienstliche Ausbildung absolviert haben oder sogar hauptberuflich im Rettungsdienst oder im Krankenhausbereich arbeiten. Außerdem besuchen die Helfer regelmäßige Fortbildungen. Tag und Nacht und an 365 Tagen im Jahr ist der Dienst über digitale Meldeempfänger erreichbar und rückt zum Einsatz aus.

Das Team besteht derzeit aus einer Ärztin, einem Krankenpfleger, drei Rettungssanitätern, einer Notfallsanitäterin in Ausbildung und vier Feuerwehrsanitätern.

Die Helfer vor Ort. V. l. n. r.: Manuel Kern, Dennis Menges, Julian Haupt, Simone Lutz, Immanuel Steidel, Maurice Becker und Friedrich Sommer.

Während der Corona-Pandemie (2020-2022) wurden die Helfer nur bedingt eingesetzt, da man das Infektionsrisiko der ehrenamtlichen Kräfte verringern und eine gewisse Einsatzreserve erhalten wollte. Jedoch unterstützten unsere Kräfte im Testzentrum der Stadt sowie im Impfzentrum des Rhein-Neckar-Kreis.

Die Einsatzzahlen nach der Pandemie sind stetig gestiegen und schließen von Stürzen über Schlaganfälle, Herzinfarkte, Verkehrsunfälle bis hin zu Reanimationsmaßnahmen alles Erdenkliche ein.

Im Jahr 2024 wurde mit dem Förderverein Helfer-vor-Ort, Feuerwehr Rauenberg e.V. ein eigener Verein zur Finanzierung des Systems gegründet. Sowohl die Arbeit als auch die Finanzierung des Systems ist auf rein ehrenamtlicher Basis bzw. zu 100% spendenfinanziert. Mit der Anschaffung eines eigenen Einsatzfahrzeugs konnte 2025 ein weiterer Meilenstein in der noch jungen Historie des Helfer-vor-Ort-System erreicht werden.

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